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René las: "Der Mullah von Bullerbü"
Kommissarin Gisela Günzel ermittelt in einem schrecklichen Entführungsfall:
Hans Küng, ein in Tübingen weltberühmter Theologe, ist gekidnappt worden.
Die Spur führt zunächst nach Oberursel, ins Anwesen eines Mannes, der
weltweit mit Schlipsen, Slips und Schnullern handelt und in der Frankfurter
Halbwelt unter dem Namen 'Wäsche-Fritz' bekannt ist. Aber der Verdächtige
hat sich in den Nahen Osten abgesetzt und sich dort als Dealer für heisse,
hauchdünne Stoffe etabliert. Unterdessen tun sich auch woanders grosse
Dinge: Der Industriekapitän Hans-Olaf Henkel wird in Sing Sing eingeliefert;
Eugen Drewermann geht auf Tournee, spinnt Intrigen gegen seine Rivalen um
Platz 1 auf den Ketzer-Charts und strickt Pullover; der Abschiebeminister
a.D. Manfred Kanther wird nach Afrika verklappt; und Günter Grass wird
Trainer des SC Freiburg - mit Regine Hildebrandt im Mittelfeld, Konstantin
Wecker als Goalgetter und der Urne von Willy Brandt im Tor.
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Nur dass sich die Truppe bis 22.00 Uhr die "Danziger Trilogie" vorlesen lassen
muss, schlägt auf die Stimmung. Doch es gibt Schlimmeres: Hans Küng hat seine 15
Jahre Dünkelhaft nicht überlebt, und Peter Maffay endet als
Kleingeschnetzeltes. Zudem verschärft sich eine weltumspannende Krise -
nicht zuletzt dank Jürgen Möllemann, der durch den Deckenfries der
Frauensauna in Islamabad fallschirmt. Ein paar Menschen gelingt es am Ende,
sich mit einer Rakete in Sicherheit zu bringen. Nur Gerd Haffmans, der
seinen Bollerwagen mit Quittungen nicht zurücklassen will, darf nicht an
Bord. Und über all dem schwebend, denkt ein melancholischer Schöpfer über
den Sinn des Lebens nach: "Nur Chaos, Kraut und Rüben! Schon beim Frühstück
hat mich mein Filius mit Gleichnissen vollgemetert." "Jesus, Schnesus",
versetzt Satan sinnend. "Man steckt nicht drin." Ob jemals wieder alles gut wird?
Urteil: Und irgendwo schweigt ein Fisch
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Thomas las: "Die Bergerhof-Heidi: Thommy lernt fürs Leben"
Beste Reiselektüre. Alleine das Titelblatt mit einem sich fröhlich anlächelnden
Seppelpärchen vor herrlicher Alpenkulisse ist es wert, einen Moment inne zu halten und
diese Idylle zu betrachten. Hat man sich dann einige Minuten an dem schönen Anblick
erfreut, erwarten einen sechsundsechzig Seiten höchsten Lesevergnügens inklusive
unaufdringlicher Werbung, die sich wunderbar ins Schriftbild einfügt. Wenngleich die
ganze Geschichte recht inhaltsfrei ist (die Hauptperson wird von der Bergerhofheidi als Koch
zu ihrem Gasthof geholt, wo er auf Irmi trifft. Erst sind alle recht problembehaftet, aber
schnell verziehen sich alle Wolken am Horizont und das Happy End läßt nicht lange
auf sich warten...), dient dieses Heft doch gut dazu, unser südlichstes Bundesland besser
zu verstehen und vor allem mehr über die bayrischen Spracheigenheiten zu lernen.
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Erst sind alle recht problembehaftet, aber
schnell verziehen sich alle Wolken am Horizont und das Happy End läßt nicht lange
auf sich warten...), dient dieses Heft doch gut dazu, unser südlichstes Bundesland besser
zu verstehen und vor allem mehr über die bayrischen Spracheigenheiten zu lernen.
Ein kleiner Dialog sei hier einmal erwähnt:
"Jetzt red` net länger so dumm herum", sagte sie in Richtung Vorderegger-Franz, "sondern hock dich nieder.
Magst etwas trinken? Vielleicht einen Almdudler, der beruhigt ungemein."
"Wenn du einen zu deiner Beruhigung mittrinkst, dann trink` ich auch einen", erwiderte der Vorderegger.
Luise lachte. "Also gut, zwei Almdudler also."
Urteil: Nee, wat schön! Danke Helen!
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Thorsten las: "High Fidelity" von Nick Hornby
Klappentext:
"Darf man mit Leuten befreundet sein, deren Plattensammlung hauptsächlich
aus Tina-Turner-Alben besteht? Kann man eine Frau lieben, deren bevorzugte
Band die Simple Minds sind? Ist es besser, in einer schmuddeligen Wohnung
voller alter Platten und CDs zu leben, oder sollte man lieber eine Familie
gründen? Diese und andere Fragen stellt sich Rob, 35 Jahre alt, Besitzer
eines nicht gerade florierenden Londoner Plattenladens, und einige dieser
Fragen kann er am Ende der Geschichte sogar beantworten."
Urteil: War ganz unterhaltsam, doch an vieles kann ich mich nicht mehr erinnern.
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Oli las: "Raptor Red" von Robert T. Bakker
"Die frühe Kreidezeit - hier macht der Kampf ums Überleben auch vor den
Giganten der Erde nicht halt: Neu eingewanderte Dinosaurier kämpfen mit
alteingesessenen um die Vorherrschaft und eine neue Rangordnung. Für ein
Raptorweibchen, das gerade seinen Partner verloren hat, beginnt eine
schwere Zeit. Von nun an muß es sich allein durchschlagen, lebt von
toten Fischen und Schildkröten und hofft, einen neuen Jagdgenossen zu
finden. Dabei lauern von allesn Seiten Gefahren: Nicht nur geschickte
Jäger, auch Krankheiten und Parasiten bedrohen seine Existenz. Erst als
das Raptorweibchen auf den Clan seiner Schwester trifft, hat es eine
Chance zu überleben."
Urteil: Wenn man mal Dino-Fan war, durchaus unterhaltsam. Nette
Erzählperspektiven.
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