Lok Interrail 2002
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Die Teilnehmer
Die Reise
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Der 3. Tag
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Reiseliteraturkritik

René las: "Der Mullah von Bullerbü"

Kommissarin Gisela Günzel ermittelt in einem schrecklichen Entführungsfall: Hans Küng, ein in Tübingen weltberühmter Theologe, ist gekidnappt worden. Die Spur führt zunächst nach Oberursel, ins Anwesen eines Mannes, der weltweit mit Schlipsen, Slips und Schnullern handelt und in der Frankfurter Halbwelt unter dem Namen 'Wäsche-Fritz' bekannt ist. Aber der Verdächtige hat sich in den Nahen Osten abgesetzt und sich dort als Dealer für heisse, hauchdünne Stoffe etabliert. Unterdessen tun sich auch woanders grosse Dinge: Der Industriekapitän Hans-Olaf Henkel wird in Sing Sing eingeliefert; Eugen Drewermann geht auf Tournee, spinnt Intrigen gegen seine Rivalen um Platz 1 auf den Ketzer-Charts und strickt Pullover; der Abschiebeminister a.D. Manfred Kanther wird nach Afrika verklappt; und Günter Grass wird Trainer des SC Freiburg - mit Regine Hildebrandt im Mittelfeld, Konstantin Wecker als Goalgetter und der Urne von Willy Brandt im Tor.
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Nur dass sich die Truppe bis 22.00 Uhr die "Danziger Trilogie" vorlesen lassen muss, schlägt auf die Stimmung. Doch es gibt Schlimmeres: Hans Küng hat seine 15 Jahre Dünkelhaft nicht überlebt, und Peter Maffay endet als Kleingeschnetzeltes. Zudem verschärft sich eine weltumspannende Krise - nicht zuletzt dank Jürgen Möllemann, der durch den Deckenfries der Frauensauna in Islamabad fallschirmt. Ein paar Menschen gelingt es am Ende, sich mit einer Rakete in Sicherheit zu bringen. Nur Gerd Haffmans, der seinen Bollerwagen mit Quittungen nicht zurücklassen will, darf nicht an Bord. Und über all dem schwebend, denkt ein melancholischer Schöpfer über den Sinn des Lebens nach: "Nur Chaos, Kraut und Rüben! Schon beim Frühstück hat mich mein Filius mit Gleichnissen vollgemetert." "Jesus, Schnesus", versetzt Satan sinnend. "Man steckt nicht drin." Ob jemals wieder alles gut wird?

Urteil: Und irgendwo schweigt ein Fisch


Thomas las: "Die Bergerhof-Heidi: Thommy lernt fürs Leben"

Beste Reiselektüre. Alleine das Titelblatt mit einem sich fröhlich anlächelnden Seppelpärchen vor herrlicher Alpenkulisse ist es wert, einen Moment inne zu halten und diese Idylle zu betrachten. Hat man sich dann einige Minuten an dem schönen Anblick erfreut, erwarten einen sechsundsechzig Seiten höchsten Lesevergnügens inklusive unaufdringlicher Werbung, die sich wunderbar ins Schriftbild einfügt. Wenngleich die ganze Geschichte recht inhaltsfrei ist (die Hauptperson wird von der Bergerhofheidi als Koch zu ihrem Gasthof geholt, wo er auf Irmi trifft. Erst sind alle recht problembehaftet, aber schnell verziehen sich alle Wolken am Horizont und das Happy End läßt nicht lange auf sich warten...), dient dieses Heft doch gut dazu, unser südlichstes Bundesland besser zu verstehen und vor allem mehr über die bayrischen Spracheigenheiten zu lernen.
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Erst sind alle recht problembehaftet, aber schnell verziehen sich alle Wolken am Horizont und das Happy End läßt nicht lange auf sich warten...), dient dieses Heft doch gut dazu, unser südlichstes Bundesland besser zu verstehen und vor allem mehr über die bayrischen Spracheigenheiten zu lernen. Ein kleiner Dialog sei hier einmal erwähnt:
"Jetzt red` net länger so dumm herum", sagte sie in Richtung Vorderegger-Franz, "sondern hock dich nieder. Magst etwas trinken? Vielleicht einen Almdudler, der beruhigt ungemein."
"Wenn du einen zu deiner Beruhigung mittrinkst, dann trink` ich auch einen", erwiderte der Vorderegger.
Luise lachte. "Also gut, zwei Almdudler also."

Urteil: Nee, wat schön! Danke Helen!


Thorsten las: "High Fidelity" von Nick Hornby

Klappentext: "Darf man mit Leuten befreundet sein, deren Plattensammlung hauptsächlich aus Tina-Turner-Alben besteht? Kann man eine Frau lieben, deren bevorzugte Band die Simple Minds sind? Ist es besser, in einer schmuddeligen Wohnung voller alter Platten und CDs zu leben, oder sollte man lieber eine Familie gründen? Diese und andere Fragen stellt sich Rob, 35 Jahre alt, Besitzer eines nicht gerade florierenden Londoner Plattenladens, und einige dieser Fragen kann er am Ende der Geschichte sogar beantworten."

Urteil: War ganz unterhaltsam, doch an vieles kann ich mich nicht mehr erinnern.
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Oli las: "Raptor Red" von Robert T. Bakker

"Die frühe Kreidezeit - hier macht der Kampf ums Überleben auch vor den Giganten der Erde nicht halt: Neu eingewanderte Dinosaurier kämpfen mit alteingesessenen um die Vorherrschaft und eine neue Rangordnung. Für ein Raptorweibchen, das gerade seinen Partner verloren hat, beginnt eine schwere Zeit. Von nun an muß es sich allein durchschlagen, lebt von toten Fischen und Schildkröten und hofft, einen neuen Jagdgenossen zu finden. Dabei lauern von allesn Seiten Gefahren: Nicht nur geschickte Jäger, auch Krankheiten und Parasiten bedrohen seine Existenz. Erst als das Raptorweibchen auf den Clan seiner Schwester trifft, hat es eine Chance zu überleben."

Urteil: Wenn man mal Dino-Fan war, durchaus unterhaltsam. Nette Erzählperspektiven.
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Ui, schön
Radsport in Aachen und der Euregio