 |
|
| Der 6. Tag, Mittwoch, 11. September 2002 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
Oli hat Geburtstag, Sonne mach' uns hacke!
Ein neuer Tag ist wie ein neuer Urlaub. Nein, heute nicht. Morgen werden wir nochmal im gleichen Zelt an gleicher Stelle aufwachen. René hat "so gut geschlafen, wie man in einem Zelt halt schlafen kann!" (Anm. von Oli: "So schlecht habe ich noch nie geschlafen!")
Um Punkt 24h (wir waren schon um kurz vor 22h in unseren Schlafsäcken), haben wir Oli geweckt, und ein bißchen Geburtstagsterror gemacht. Er hat sich sehr gefreut. Gleich werden wir erstmal die Verlängerung hier auf dem Campingplatz amtlich machen, dann Frühstück, dann Bahnhof. Wir wollen gucken, ob man abends noch von Rennes nach St. Malo kommt, denn dann könnten wir heute abend in Rennes Fußball gucken. Thorsten will endlich Frühstück.
Schon wieder Gewalt`g`m`arsch. Doch diesmal glücklicherweise ohne Rucksack. St. Malo ist absolut sehenswert, und auch sonst. Fubbes in Rennes klappt nicht, denn es fährt kein Zug mehr zurück. Gerade haben wir das Einkaufen voll optimal geplant, und sitzen vor der geschlossenen Türe des Supermarktes, welcher in einer Stunde seine Mittagspause beenden wird.
Zurück auf dem Campingplatz folgt die erfreuliche Feststellung, daß uns die Hamburger Serienknackis verlassen haben. Thomas kreiert den Begriff "Interrail-Extremisten" woraufhin Oli sein Mars inhaliert.
Thorsten hat nach vierundzwanzig Stunden eine kleine Erleuchtung: "Die Altstadt ist voll neu!" Inzwischen trinken wir Wein und warten auf unsere Fahrplanauskunft aus Aachen. Denn wenn der Nachtzug von Nizza nach Luxembourg über die Schweiz fährt, haben wir ein Problem...
Nebenei: Unser Ziel morgen ist Lourdes. Die Reservierung für die Jugendherberge hat super nicht-geklappt. Die Nummer aus dem Interrailbuch war falsch - hoffentlich. Sonst hält uns der Herbergsvater für völlige Idioten und läßt uns nicht rein. Betrachte auch die überschrift des folgenden Tages.
Gerade eben sind Thomas` Canneloni auf unserem Campingkocher explodiert. Nun klebt überall Tomatensauce (besonders auf Oli). Sowas nennt man wohl Siedeverzug, doch ansonsten war das Abendmahl prima. Nachdem wir Feuer erschnorrt hatten, schmeckte das Chili wie frisch gepflückt in Mexico.
Wie uns heute übrigens auffiel, gibt es wegen Ebbe und Flut in Frankreich keinen Taktfahrplan. Außerdem schweigt irgendwo ein Fisch...
Zum Abschluß des Abends haben wir auf dem Dach der alten Verteidigungsanlage (Bestandteil des Camping-Platzes) gelegen, Sterne geguckt und festgestellt, daß wir maßgeschneiderte Kopfkissen aus 0,33l-Bierdosen auf den Markt bringen sollten.
...und Oli ist toll: Beim Reizen beim Skat sagt er schon die Zahlen, bevor er weiß, ob es Sinn macht. Ganz instinktiv! (Bitte löschen, wenn bei Thomas wieder bei Bewußtsein.)
Master of St Malo: Thomas
|
 |
|
|