Lok Interrail 2002
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Der 1. Tag, Freitag, 6. September 2002

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Voor een optimale darmtransit

Buschtunnel, wir verlassen deutsches Hoheitsgebiet. Daß die Rucksäcke so weh tun, hätten wir nicht erwartet. Wir sind Memmen. Deine Mutter ist ne Memme. Wir haben ihnen Namen gegeben: Olis Rucksack heisst Klaus, Renés heisst Werner und Thorstens Dieter. Thomas seiner hat keinen Namen.

Im Moment zweifele ich gerade daran, daß 10 Kopfschmerztabletten für 12 Tage ausreichend dimensioniert sind. (Anm. der Redaktion: Sie waren ausreichend dimensioniert.) Gestern abend haben wir 2 Cocktails im Sausalitos getrunken, und danach noch 2 Bier im Netzwerkkeller des B19. Anschließend ist René in rekordverdächtiger Zeit eingeschlafen, und konnte trotz Sabotageversuche der Anderen in Ruhe weiter schnarchen.

Momentan sitzen wir in einem belgischen D-Zug, und so komfortabel kann es gerne bleiben. I11-Wagen rulen. Die erste Kontrolle lässt auf sich warten, und eisiges Schweigen dominiert den Raum. Es wird Zeit für das erste Bier (alleine damit wir nachher nicht wieder die volle Palette schleppen müssen). Psychedelischer Tunnel in Bruxelles.
an der Ecke in Oostende
Thorsten und seine 1608
der Rucksack ist noch ungewohnt
Einige Zeit und enkele Dosen später: Unsere erste Station, Oostende, liegt hinter uns, dabei lag sie an gleicher Stelle auch schon vor uns. Viele Vögel, ziemlich nass, reichlich stinkig, aber eine tolle Aussicht hinter der letzten Ecke. Nach einer Stärkung machen wir uns wieder auf den Weg zum Bahnhof, und besteigen den Zug gen Brügge. Wohnen in einem günstigen Flower-Power-Hotel, schöne Stadt. Aber weit und breit kein McDonalds, stattdessen ernähren wir uns von abartig teuren Konserven aus dem Spar-Supermarkt, stilecht zubereitet auf unserem Campingkocher. Kultureller Höhepunkt war der Gang durch einen Skulptur-Tunnel (Kunst!), der sich in der Kulturhauptstadt vor diversen Museen durchsetzte. Thorsten liegt im Bett und stinkt, René bezweifelt, dass heute noch voll die Party geht, und optimiert das morgendliche Duschen bereits auf heute abend.

Die Dusche, die wir dann alle genossen, strotzte übrigens vor Genialität. Ein Knopf, den man immer gedrückt halten muß, ein Lüfter mit 2 Kilo Staub, und kaum eine Chance, die Klamotten trocken zu halten, wenn man sie nicht betrunkenen Engländerinnen zum Fraß vorwirft. Vorsprung durch Technik!

Dann noch Nachtwanderung durch malerisch erleutechtes, altes, altes, sehr altes Brügge. Wir bewundern Thorstens Fähigkeit, durch empirische Beobachtungen das wahre Herz der Stadt zu lokalisieren.


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